web 2.0

Haaaaaaa-tschi!

Der Herbst ist noch nicht ganz da, aber dafür die erste Erkältungswelle... Meinereiner kriegt nur noch mühsam Luft, Fräulein K. hantiert mehr mit Taschentuch & Hustensaft statt mit Backform & "I love Cake". Nach zwei Litern Bronchialtee kam mir dann die zündende Idee für den heutigen Blogeintrag - und deshalb gibt es heute ein paar Bücher gegen den Schnief:

Gegen Erkältung und jede Menge anderer Beschwerden (von Blähungen über Fußpilz bis zu Verstopfung) gibt es "Heilende Nahrungsmittel". Der Amerikaner Dr. James A. Duke möchte mit dem Leser "den Einsatz kostpieliger und beunruhigender Arzneimittel ersparen" (laut Vorwort). So ganz unbedacht isser dann aber doch nicht, denn im weiteren Text wird man dreifach gewarnt:
1. Vorsicht beim Ausprobieren neuer Lebensmittel (insbesondere bei Allergien)
2. vor dem Ausprobieren ggf. mit dem Arzt sprechen
3. genug Zeit lassen, damit das Heilmittel wirken kann
Das Buch ist nach den einzelnen Krankheitsbildern alphabetisch sortiert. Ich habe natürlich mal unter E wie Erkältung nachgeschaut. Jetzt muss ich also z.B. Folgendes verstärkt zu mir nehmen:
- Holunderbeeren: Wie praktisch, dass gerade Holunderzeit ist! Nur schade, dass Herr Duke nicht schreibt, in welcher Form man die Beeren zu sich nehmen soll?!
- Honig: Dieser soll u.a. antimikrobiell wirken. Allerdings warnt Herr D., dass zuviel Honig die Entstehung von Karies fördern kann. Danke für diesen Tipp!!
- Hühnersuppe: Hey, toll! Sogar Fertigsuppen sollen helfen...
- Knoblauch, Zwiebeln und Lauch: Klasse, damit senke ich sogar das Ansteckungsrisiko meiner Mitmenschen, da die sich dann freiwillig von mir fernhalten! (Komisch, diese Wirkung kommt im Buch gar nicht zur Sprache... *g*)
Tja, meine Oma hätte wohl ähnliche Tipps gehabt - aber das Buch beweist auch, dass die Hausmittel von "anno dazumals" durchaus ihre Berechtigung haben, denn der wissenschaftliche Hintergrund der Wirksamkeit wird jeweils mit erläutert.


Von den Oma-Tipps ist es nicht mehr weit bis zur guten alten Hildegard von Bingen. Was Heilkräuter angeht, hatte die Hildegard schon vor ein paar hundert Jahren den Durchblick. Bei ihrer Heilkunde stehen die Kräuter im Vordergrund. Ich hab natürlich bei "Schnupfen" und "Husten" nachgeguckt. Gegen Husten helfen: Pflaumenkerne, Wermutpresssaft und Bertramwurzel. Und für bzw. gegen den Schnupfen brauch ich weißen Weihrauch, Fenchelkraut und Dillspitzen. Hm... Weihrauch? Naja, die Hildegard war ja auch Ordensfrau...


Vielleicht nehme ich dann doch besser eine zeitgenössische Kräuterfrau zu Hilfe?! Passend wäre da beispielsweise das Buch von Sieglinde Leibner, die in ihrer Naturapotheke "Heilschnäpse, Kräutertees & mehr" im Angebot hat.Auf den ersten 70 Seiten gibt es Kräutersammeltipps und Kräutersteckbriefe, in welchen die jeweilige Pflanze, die Inhaltsstoffe, die Heilwirkung und die Verarbeitung beschrieben werden. Jede Pflanze ist mit einem Foto illustriert, und am Ende des Bestimmungsteils gibt es einen Sammelkalender, in dem die Sammelzeit, die wirksamen Teile und die Standorte noch einmal zusammengefasst werden. Der zweite Teil des Buches beinhaltet dann die Rezepturen (und die Verwendungszwecke) für alkoholische Pflanzenauszüge, Heilschnäpse, -liköre und -weine und Rezepte für Teemischungen, Tropfen, Salben und Balsame. Ich hab auch schon ein Rezept für mich gefunden: Fichtenspitzenlikör "Moosmännlein"! Dort steht zur Anwendung: "ein gutes Bronchienmittel, 1-2 Schnäpschen am Tag sind die richtige Dosis". Na dann: Wohlsein! :-)


Nur nicht unter Druck setzen lassen

Ich hatte ja groß getönt, mich nicht unter Druck zu setzen oder setzen zu lassen was mein Backprojekt angeht. Jetzt ist es doch geschehen. Hat ja wahnsinnig lange gehalten, der Vorsatz *mmpf*

Gestern abend gegen halb sieben war ich noch unterwegs, als mir einfiel, dass ich meinen Kollegen heute einen Kuchen versprochen hatte. Ich schwankte zwischen "Mir doch egal" und "Du musst schon einen Kuchen mitbringen". Was soll ich sagen: letzteres hat gewonnen. Da gestern Abend weder Zeit noch Lust in übergroßem Maße vorhanden waren, musste es etwas Einfaches und Schnelles sein. Außerdem war mein Rucksack ziemlich vollgestopft, also musste es etwas sein für das ich nicht mehr großartig einkaufen musste. Der Susanne und der Mrs. Wordmountain hatte ich was Schokoladiges versprochen. Die drei Kriterien für das gestrige Rezept waren also gesetzt. Zufällig war grad ein Exemplar von "I Love Cake" in der Nähe, wo ich meine Nase reinsteckte. Sofort wurde ich auch fündig. Deswegen heißt mein Rezept heute:

Nathalies Schokofondant-Kuchen
(von Seite 80)

Wer Nathalie ist? Keine Ahnung. Ich habe in dem Buch keinen Hinweis darauf gefunden. Aber das war mir ehrlich gesagt auch egal. Die Zubereitungszeit klang mit 5 Minuten sehr vielversprechend und es wurden lediglich 5 Zutaten verlangt. Alles, bis auf Schokolade, hatte ich noch zu Hause.  (Schokolade ist irgendwie immer so schnell aufgegessen abgelaufen...) Schoki kriegt man aber zur Not noch am Kiosk um die Ecke, was dieses Rezept zu einem idealen "Samstagabend-Morgen-kommt-Oma-ich-muss-noch-Kuchen-backen-aber-die-Geschäfte-sind-schon-zu-und-eigentlich-würde-ich-jetzt-lieber-tanzen-gehen"-Kuchen macht. Die Schokolade in der Jackentasche kam ich zu Hause an und machte mich direkt an den üblichen Küchenaufbau. Das Rezept ist eher am Anfang des Buches und daher reichte es diesmal, das Buch mit Schere und Dosenöffner zu fixieren. Es würde ja eh nicht lange da stehen, wenn Frau Deseines versprochene Zubereitungszeit von 5 Minuten tatsächlich zutreffend war.

Zuerst schmolz ich Butter zusammen mit der Schokolade in der Mikrowelle. Da unsere Mikrowelle etwas störrisch ist und nur die Tasten 1,3 und 7 funktionieren, erhitzte ich die Butterschokolade 3 mal für 33 Sekunden und rührte zwischendurch gut um. Um den Zucker in die Masse zu rühren habe ich einen Schneebesen genommen, damit sich schonmal so viel wie möglich von dem Zucker auflöst. Für die Zugabe der Eier empfiehlt Frau Deseine einen Kochlöffel und who am I to argue? Ich nahm also meinen zweitliebsten Kochlöffel (den mit dem Loch drin) und rührte ein Ei unter die Masse. Und noch eins. Und noch eins. Insgesamt 5 Eier wurden in dem Teig schön brav nacheinander untergebracht. Mmh, 5 Zutaten, 5 Minuten, 5 Eier. Ich fänd ja Schoko 53 wäre ein toller Name für den Kuchen.

Aber das nur am Rande. Der Teig wurde immer zäher, begann zu glänzen, der Zucker löste sich weiter auf und meine Augen wurden größer und größer. Wenn der Kuchen nur halb so gut schmecken würde, wie er im rohen Zustand aussah, würde es ein voller Erfolg werden. Abgerundet wurde der Teig von einer Prise Mehl. Meine heißgeliebte Pieform hatte ich schon vorher eingefettet und nach Frau Deseines Rat mit Backpapier versehen. Schnell wurde der Teig in die Form gefüllt und ich widerstand sogar der Versuchung den Teigschaber abzulecken.

Der Ofen war vorheizt und bereit für den Kuchen. 22 Minuten - länger nicht sollte der Kuchen im  Ofen verweilen. "Die Mitte muss noch flüssig  sein"  Nun gut, nach 22 Minuten in meinem Ofen  ist der Kuchen bis auf die Oberfläche noch  komplett flüssig, also verlängerte ich die Backzeit  um 5 Minuten. Das Gebilde war zwar immer noch  etwas fragil, wackelte aber nicht mehr ganz so  gefährlich wie 5 Minuten zuvor. Laut Frau  Deseine sollte der Kuchen sofort aus der Form  geholt werden und auf einem Kuchengitter zum Abkühlen Platz nehmen. Gut, Kuchengitter hab ich nicht, aber der Ofenrost tut es bestimmt auch. Beim Hantieren mit Pfannenwender, Kuchenform und Topfuntersetzer verbrannte ich mir den Zeigefinger (Das war aber eigene Blödheit.) und eine Hand mehr wär auch nicht schlecht gewesen. Ich beschloss, das mit dem "aus der Form holen" etwas freier zu interpretieren, da dieser Ofenrost schon in der WG war als ich eingezogen bin. Also blieb das Backpapier drunter. Fertig! Tatsächlich fertig! Der Blick auf die Uhr verkündete mir, dass es bereits viertel vor zehn war. Aber ich hatte ja auch erst nach neun angefangen. Und ich habe die veranschlagten 5 Minuten überschritten. Dennoch finde ich, dass es ein prima "Auf die Schnelle"-Rezept für abends vor dem Weggehen ist. Der Zeitplan: Schokolade schmelzen, währenddessen Klamotten raussuchen. Den Teig anrühren und in den Ofen schieben. Küchenuhr gestellt und ab unter die Dusche. Mit Bademantel in die Küche um den Kuchen aus dem Ofen zu holen. In Ruhe anziehen, schminken, etc. Wenn man nachts nach Hause gekommen ist, schnell den Kuchen mit Folie abdecken und am nächsten Tag hat man einen absolut fantastischen Kuchen für die liebe Verwandtschaft. Oder die Freunde. Oder, wie in meinem Fall, die Kollegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, der Kuchen ist wirklich so lecker wie er aussieht. Außen leicht knusprig, in der Mitte zart schmelzend und unglaublich cremig. Genau das Richtige für unseren Schokoholic Frau Seidel. Fazit: Oh ja!

Eine neue Liebe braucht einen neuen Kühlschrank

Letzte Woche saß ich, nichts Böses ahnend am Schreibtisch und bearbeitete die Novitäten aus dem AT Verlag. Plötzlich habe ich mich verliebt. Es war spontan und kam vollkommen unerwartet. Aber mein Gegenüber hat mich beim ersten Durchblättern sofort verzaubert. Es handelt sich um dieses formschöne Buch.

Die Irin Trish Deseine lebt seit Jahren in Frankreich und ist dort eine ziemlich erfolgreiche Fernsehköchin. Auch mehrere Kochbücher brachte sie schon zu Papier. Wir haben ihr die wunderbaren Bücher "Verrückt nach Schokolade“ und "Verrückt nach Karamell“ (beide ebenfalls im AT Verlag erschienen) zu verdanken. Und jetzt halt "I Love Cake“. Zugeben, der Titel klingt ziemlich bescheuert, aber wenigstens hat sich hier kein übermotivierter und leider untalentierter Übersetzer ausgetobt, auch im französischen Original heißt das Buch so. Und dafür, dass man sich in das Buch verlieben kann, bin ich der beste Beweis.

Ich habe mir fest vorgenommen das zu tun, was Julie Powell mit Julia Childs Kochbuch gemacht hat: Ich werde es nachbacken und an dieser Stelle berichten. Jedes einzelne Rezept. Gewisse Parallelitäten zwischen mir und Frau Powell sind schon vorhanden. Auf jeden Fall was die Größe der Küche angeht. Meine Kollegen und Mitbewohner haben mir vollste Unterstützung bei dem Projekt zugesagt. Jedenfalls was die Vernichtung der Produkte angeht. Aber ich werde mir kein Zeitlimit setzen. Gebacken wird, wenn ich backen will.
Gestern abend hab ich dann schonmal angefangen. Mit dem Rezept von Seite 192: Nektarinen-Frischkäse-Tarte mit Karamell. Die Sauce Bolognese köchelte auf dem Herd und auf der Arbeitsfläche war nicht wirklich viel Platz. Aber da ist eigentlich auch nie viel Platz, weswegen das Kochbuch bei mir immer auf dem Toaster abgestellt und mit irgendwas was halt grad da ist, abgestützt wird. Gestern wars die Flasche Rotwein, die da noch vom Bologneseansatz rumstand. Ein Foto von meiner recht eigenwilligen Methode gibt es ein anderes Mal.
Außerdem standen da noch die Kaffeemühle für die Puderzuckerherstellung, die Küchenwaage und mein altgedientes Handrührgerät. Aber da Frau Deseines vorgeschlagener Sandteig mit 4 Zutaten auskommt, klappte das alles prima. Puderzucker mit Eiern und Butter verrühren, das Mehl hineinsieben, fleißig den Mixer reinhalten, einmal mit der Hand durchkneten – Fertig.

Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und ab für ne Stunde in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit Nudeln kochen, damit das Abendessen auch noch mal irgendwann stattfinden kann.
Nach dem Essen war eine gute Stunde vergangen und ich konnte mich an die Weiterverarbeitung des Teiges machen. Den Ofen vorheizen, ein Stück Butter in die Tarteform, die Tarteform für 10 Sekunden in den Ofen, die geschmolzene Butter gleichmäßig verteilen.
Dann – der Teig. Arbeitsfläche leicht mehlen und das Nudelholz beherzt zum Einsatz bringen. Hier fiel mit dann auf, dass unser Kühlschrank wieder mal einen schlechten Tag hatte. Wir sollten den dringend mal austauschen, denn wirklich kalt ist anders. Dementsprechend riss mir der Teig auch immer wieder beim Versuch ihn in die Tarteform zu bugsieren. Nach einer fünfminütigen Fluchtirade gelang es mir schließlich (halbwegs) im vierten Anlauf. Menschen mit ähnlich schlecht gelaunten Kühlschränken empfehle ich den Teig kurz ins Gefrierfach zu legen – (Falls der Mitbewohner es nicht mit Pizza vollgestopft hat) – oder einen neuen Kühlschrank zu kaufen.Schnell noch die Luft rauslassen und zum Blindbacken in den Ofen. Ich habe ein bisschen Erfahrung darin Pies mit Pâte brisee oder Mürbeteig zu backen und hatte deswegen den Teig etwas über den Rand der Form gezogen und hübsch gemacht. Innerhalb von ca. eineinviertel Minuten wölbte sich der Teig nach unten und fiel dann dekorativ aufs Backblech. Merke: bei Sandteig keine Randverzierungen über die Form hinaus machen oder zumindest den Teig dort dicker lassen. Es roch dann auch sehr schnell verbrannt, aber der panische Blick in den Ofen sagte mir, dass der „gefallene“ Teig die Ursache für den sehr knusprigen Duft war. Nach 15 Minuten hab ich dann das Backpapier und die Linsen entfernt und den Kuchen noch mal für 5 Minuten in den Ofen geschoben.

Damit war der Backteil für die Tarte erledigt. Als nächstes musste ich dann den Karamell kochen. Frau Deseine präsentiert in ihrem Buch gefühlte 44 Methoden um Karamell herzustellen. Eine davon ist eine Dose gezuckerte Kondensmilch drei Stunden zu kochen. In der geschlossenen Dose. Ich hab schon von jemandem gehört, dem dabei die Dose um die Ohren geflogen ist, deswegen habe ich etwas Angst Respekt vor dieser Methode. Aber gestern wurde der Karamell ganz traditionell gekocht. Zucker, Wasser, Butter und Sahne. Die Sahnemenge hab ich übrigens insgesamt verdreifacht, das Karamell wurde beim abkühlen zu fest. Jetzt hab ich eine richtig schöne Soße, die ich gestern Abend in ein leeres Marmeladenglas gefüllt habe, um es heute besser transportieren zu können.

Über Nacht konnten der Boden und die Karamellsoße in Ruhe abkühlen. Heute Morgen habe ich Frischkäse mit Puderzucker und etwas Sahne vermischt und auf dem Boden verteilt. Die Nektarinen waren noch etwas hart, ließen sich so aber super in dünne Spalten schneiden.

Hier im Laden wurde der Bausatz dann zusammengesetzt und sah wirklich fast genauso wie in dem Buch aus. Ehrlich.


Geschmeckt hat er auch. Mrs. Wordmountain war ganz hingerissen. Fällt kaum auf, oder?

Frischkäse und Karamell ist eine fantastische Kombination. Und wenn grad keine Nektarinenzeit ist, kann man bestimmt auch Beeren oder Bananen nehmen. Diese Tarte wird absolut ins Repertoire übernommen.

Bis zum nächsten Backen dann.

Ich nehm übrigens Vorschläge was ich als nächstes backen soll über die Kommentarfunktion entgegen.


 

Voulez-vous cocotte avec moi?

Es gibt ein paar interessante Novitäten - die möchte ich dem geneigten Leser (sofern sich hier noch welche herumtreiben?!) nicht vorenthalten:

Vincent Klink "beglückt" seine Fans mit einem neuen Kochbuch: "Meine mediterrane Küche"
Von der Gestaltung ähnelt es dem Vorgänger "Meine Küche": eine Sammlung von Rezepten, die meistens mit einem klinkschen Küchentipp versehen sind - und mit einem Foto. Ist doch eigentlich ein gutes Zeichen, wenn man beim Betrachten der Foodfotos Hunger kriegt, oder? Beim Anblick von "Seehecht mit Spinat und Thymiankartoffeln" oder "Kalbsleber mit Lavendel und Traubensauce" geht es mir jedenfalls so - obwohl ich gerade "Tiere essen" gelesen habe... Hmmm... Fleischlos sind auf jeden Fall die "Fettuccine mit Mandeln und Bohnen" oder die "Dessertknödel mit marinierten Orangenfilets", die ich auch nicht vom Teller schubsen würde.


 

Mit bewussterem Essen beschäftigen sich ja auch die Slow Foodianer. Passend zum jährlich erscheinenden Restaurantführer "Osterie d'Italia" gibt es nun ein Kochbuch mit dem passenden Titel "Ricette di Osterie d'Italia" mit den besten Rezepten aus den italienischen Regionen. Innen drin ist das Buch eher schmucklos, da ohne Fotos. Macht aber nix, denn so reiht sich auf den über 450 Seiten ein Rezept ans andere. Die Rezepte stammen von den Köchen bzw. Wirten der jeweiligen Restaurants und umfassen die typisch italienische, traditionelle Landküche.


 

 

Benoit Molin, von dem es ja schon ein Büchlein über "Raffiniertes im Glas" gibt, hat nachgelegt und gibt den Löffel ab: Raffiniertes im LöffelIn diesem Büchlein sind 40 Rezepte für herzhafte und süße Löffelspeisen versammelt. Auf appetitanregenden Fotos werden viele der Löffelgerichte präsentiert - ganz lustig finde ich z.B. die Idee des mitzuessenden Löffels beim "Crêpe mit Krabbengratin". Ansonsten findet man eher klassische Zusammenstellungen wie beispielsweise "Thunfisch-Carpaccio" oder "Kartoffelpüree mit Spargel" oder auch "Schoko-Aprikosen-Küchlein". Der Clou liegt eben in der Präsentation auf dem Löffel...

 

 

 

 



So, und zum Schluss noch die beiden Büchern, denen dieser Beitrag seinen kalauernden Titel verdankt: Mini-Cocottes von Jean-Francois Mallet und Schmor & more von José Maréchal
Eintopf ist out, Mini-Cocottes in - so lassen es zumindest diese Bücher erahnen. Die Gerichte werden in den kleinen Töpfchen im Ofen gegart und können dann gleich dem Gast (das ist ja wohl eher eine Sache, die man für Gäste macht, oder?!) serviert werden. In den Schmortöpfchen kann man so einiges zubereiten: Schmorgerichte (logisch!), Eintöpfe, Soufflés oder Gratins. Auf den Rezeptfotos sehen die Gerichte ein bisschen so aus als kämen sie direkt aus der Puppenküche. In "Mini-Cocottes" werden nur die (gefüllten) Töpfe in Nahaufnahme gezeigt - das hat den Effekt, dass z.B. bei den "Jakobsmuscheln mit Ingwer und duftenden Kräutern" eine recht überdimensioniert wirkende Jakobsmuschel im Töpfchen liegt. Oder im "Bouillon mit Rindfleisch, Koriander, Zitronengras und Sternanis" eine riesige Limettenspalte in der Brühe dümpelt...
Auf den Fotos in "Schmor & more" stehen meist mehrere Töpfchen auf dem Tisch. Da stimmen die Größenverhältnisse wieder.
Meine Kollegin Nicole findet die Mini-Cocottes ja "niedlich" - stimmt ja auch irgendwie. Und zum Gäste beeindrucken eignen sich die Gerichte allemal...